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Nachwuchs im Lesegarten

  • von DID32212
  • 04 Jul, 2017

Die Molchfamilie im Lesegarten hat Nachwuchs bekommen

Seit einigen Wochen wohnt im Wasserbecken des Lesegartens eine Molchfamilie. Jetzt hat sie Nachwuchs bekommen. Ob sie wohl wissen, dass der Familie der Betonmischer bald ein Ende bereitet?
Schade, dass die letzten grünen Oasen in Green - City zerstört werden und es den meisten Stadträten*innen egal ist. Wir sagen die Stadt braucht nicht Solche sondern Molche.

Gartenleben Freiburg

von DID32212 08 Okt, 2017

Erste Messungen zeigen, dass in unserer Kleingartenanlage die Temperaturen im Durchschnitt um 0,5 bis 0,6 Grad niedriger liegen, als in der nur zirka 500 Meter weiter gelegenen Antoniterstraße im Stühlinger oder am Lederle Platz.

Die Messungen wurden meist morgens (8 Uhr) und teilweise abends (17 Uhr) durchgeführt. Während der Messungen war der Hochsommer allerdings bereits vorbei. Bei hohen Temperaturen und Hitzeperioden sind die Unterschiede sicher noch größer.

Die Durchschnittstemperatur war im Lesegarten (Messzeitraum vom 7.8. bis 6.10.2017, insgesamt 31 Messungen)

  • um 0,53 Grad niedriger als in der Antoniterstraße
  • um 0,62 Grad niedriger als am Lederleplatz
Der größte Unterschied lag bei über 2 Grad C°.

Zitat LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg:

Beobachteter Klimawandel Baden-Württemberg: der Klimawandel und seine Auswirkungen sind nicht nur ein globales Problem, sondern inzwischen auch in Baden-Württemberg zu beobachten. So stiegen die Jahresmitteltemperaturen in Baden-Württemberg in den letzten 100 Jahren bereits um etwa 1 Grad Celsius.

Es zeigt sich, dass Kleingärten in der Stadt wichtig sind, um Städte an den Klimawandel anzupassen. Sie bilden eine Temperatursenke in der Stadt. In unserem Fall von mindestens 0,5 Grad Celsius!

Ab jetzt führen wir kontinuierlich Messungen durch, um noch genauere Daten zu bekommen.

von DID32212 26 Aug, 2017

Umweltministerin Barbara Hendriks kündigte an, „das BMUB werde in Zukunft jährlich zu einem Dialogforum einladen, um den Erfahrungsaustausch über beispielhafte Projekte zu unterstützen…
Im Rahmen der Städtebauförderung stellt das BMUB zudem seit diesem Jahr 50 Millionen Euro für ein neues Programm "Zukunft Stadtgrün" bereit. Im Mittelpunkt dieses Programms steht die städtebauliche Förderung des urbanen Grüns und der grünen Infrastruktur in den Quartieren "

In diesem Zusammenhang hat Nik Geiler (Regiowasser e.V und Mitglied im RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen) an den Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Herrn Flasbarth, angeschrieben und darauf folgendes angemerkt: „Aufgrund der unerfreulichen Erfahrungen in Freiburg stehen Ihnen die von der Vernichtung der innerstädtischen Kleingartenareale und stadtrandlichen Landwirtschaftsflächen betroffenen Kleingärtner und Bauern in Freiburg sicher gerne für Ihr "Dialogforum" zur Verfügung.


Die Pressemittteilung des BMUB und das komplette Schreiben an Herrn Flasbarth hier:

BMUB Pressedienst Nr. 286/17 -- BereichBerlin, 19. August 2017, Stadtentwicklung, Hendricks: "Grün in der Stadt wird für die Lebensqualität immer wichtiger":

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist heute für ihren Einsatz für mehr Grün in den Städten und für eine grüne Infrastruktur mit der Peter-Joseph-Lenné-Medaille ausgezeichnet worden. Die Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e. V. würdigt mit der Medaille Persönlichkeiten, die sich für die Belange des Gartenbaus und der Gartenkultur einsetzen. In ihrer Dankesrede betonte die Ministerin die hohe Bedeutung urbanen Grüns für die Lebensqualität in Städten .

Hendricks: " Auszeiten in Parks und Kleingärten fördern den sozialen Zusammenhalt. Die städtische Natur übernimmt vielfältige gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen. Vor allem durch den wachsenden Zuzug in die Metropolen wird das urbane Grün für die Lebensqualität immer wichtiger."

Hendricks hat die Förderung städtischer Grünanlagen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Mit dem im Mai vorgestellten Weißbuch "Stadtgrün" gab sie dem Bund ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre. Es umfasst zentrale Handlungsfelder und Maßnahmen zur Sicherung und Qualifizierung von Grün- und Freiflächen in den Städten. Dabei geht es um eine bessere rechtliche Verankerung der urbanen grünen Infrastruktur, um gezieltere Fördermaßnahmen, um die Durchführung von Modell- und Forschungsvorhaben sowie um eine verbesserte Kommunikation zwischen den Akteuren.

Hendricks kündigte an, das BMUB werde in Zukunft jährlich zu einem Dialogforum einladen, um den Erfahrungsaustausch über beispielhafte Projekte zu unterstützen. Außerdem will das BMUB alle zwei Jahre einen Bundeswettbewerb "Grün in der Stadtentwicklung" ausloben. Im Rahmen der Städtebauförderung stellt das BMUB zudem seit diesem Jahr 50 Millionen Euro für ein neues Programm "Zukunft Stadtgrün" bereit. I m Mittelpunkt dieses Programms steht die städtebauliche Förderung des urbanen Grüns und der grünen Infrastruktur in den Quartieren.


Dazu das Mail von Nikolaus Geiler (Dipl.-Biol., Limnologe), R e g i o W A S S E R e.V. am 20. August 2017:

Guten Tag Herr Flasbarth,

mit großem Interesse haben wir die untenstehende BMUB-Pressemitteilung gelesen - weil in der "green city" Freiburg, in Frankfurt und vielen weiteren Boom-Towns in Deutschland urbane Grünflächen, Kleingärten usw. reihenweise platt gemacht werden, um neuen (wir befürchten: zumeist hochpreisigen) Wohnraum zu schaffen.
In dem in Ihrer Pressemitt. erwähnten "Dialogforum" sollte unseres Erachtens deshalb schwerpunktmäßig diskutiert werden, welche Lösungsansätze es gibt, um den in Ihrer Pressemitt. ebenfalls erwähnten "Zuzug" einerseits und die "Sicherung und Qualifizierung von [urbanen] Grün- und Freiflächen'" andererseits unter einen Hut zu bekommen .

Sowohl in Freiburg als auch in Frankfurt/M und in München müssen neben den Kleingärten zudem landwirtschaftliche Nutzflächen dem Wohnungsbau weichen. Diese landwirtschaftlichen Nutzflächen grenzen unmittelbar an bebaute Areale an und dienen den dort lebenen BürgerInnen u.a. auch als Naherholungsgebiete. Bedenklich ist zudem, dass die stadtnahen landwirtschaftlichen Nutzflächen oftmals als die letzten Kaltluftschneisen in die Städte hinein fungieren, was in Zeiten des Klimawandels immer bedeutsamer wird.

Aufgrund der unerfreulichen Erfahrungen in Freiburg stehen Ihnen die von der Vernichtung der innerstädtischen Kleingartenareale und stadtrandlichen Landwirtschaftsflächen betroffenen Kleingärtner und Bauern in Freiburg sicher gerne für Ihr "Dialogforum" zur Verfügung.

Freundliche Grüße aus Freiburg
nikolaus geiler / ak wasser im bbu



von DID32212 30 Jul, 2017

Gartenleben veranstaltete am 28. Juli für die Gärtner*innen ein Grillfest auf dem kleinen Parkplatz im Lehener Wanner. Jede*r brachte Getränke und Grillgut mit, es gab Salate und wieder die legendäre Bowle von Tina. Jörg überraschte mit selbst geräucherten Forellen, die köstlich schmeckten. Zur Sicherheit waren zwei Pavillons aufgebaut worden, sie mussten uns aber nicht vor Regen schützen sondern spendeten Schatten. Die Stimmung war gut und wir saßen bis Mitternacht zusammmen. Trotz Dunkelheit war der Abbau schnell erledigt, da alle mithalfen.


von DID32212 23 Jul, 2017
Die neu aufgekommenen Überlegungen der ProWo, die Sundgauallee zurück zu bauen, eröffnen ganz neue Perspektiven für den Stühlinger.

Der Rückbau würde ein zusammenhängendes „Grünes Band“ vom Eschholzpark bis zur Uniklinik ermöglichen. Auch kann der  Gemeinderatsbeschluss vom 10.Mai 2016, dass bei der Überplanung des Gebietes möglichst viele Kleingärten erhalten bleiben sollen, umgesetzt werden.

Die Kleingärten können hervorragend in das „Grüne Band“ integriert werden. In unserem Konzept vom Juli 2016 haben wir dazu Vorschläge und Ideen entwickelt, wie eine Integration von Kleingärten in ein Freiraumkonzept gelingen kann. Die rege Nutzung unseres seit Mai bestehenden Lesegartens zeigt, dass dieser Ansatz hervorragend geeignet ist.

Der Lesegarten wurde in bürgerschaftlichem Engagement von Gartenleben Freiburg hergerichtet und mit Büchern bestückt. Er ist täglich geöffnet und begeistert viele Bürger*innen.

Jetzt gibt es die einmalige Chance im Stühlinger Grünflächen/Kleingärten mit ihrer ökologischen, kulturellen und sozialen Funktion zu erhalten und gleichzeitig neuen Wohnraum zu schaffen.

von DID32212 04 Jul, 2017
Seit einigen Wochen wohnt im Wasserbecken des Lesegartens eine Molchfamilie. Jetzt hat sie Nachwuchs bekommen. Ob sie wohl wissen, dass der Familie der Betonmischer bald ein Ende bereitet?
Schade, dass die letzten grünen Oasen in Green - City zerstört werden und es den meisten Stadträten*innen egal ist. Wir sagen die Stadt braucht nicht Solche sondern Molche.
von DID32212 11 Jun, 2017
Seit kurzem ist eine Molchfamilie (mindesten 6 Exemplare) im Lesegarten. Sie tummeln sich im Basin, das zum Gießen angelegt wurde. Klar ist, sie wollen alle bleiben und nicht dem Beton weichen.
von DID32212 30 Mai, 2017

Am Sonntag, 28. Mai, fand in Freiburg wieder der Tag der offenen Gärten statt. Auch einige Gärten im Lehener Wanner waren für Interessierte geöffnet, und natürlich auch der Lesegarten von Gartenleben.

Bei Temperaturen von über 30°C kamen dann doch einige Besucher*innen, wir Gärtner*innen hatten für kühle Getränke, Kaffee, Kuchen,… gesorgt.

Es war ein schöner Tag und hat uns allen, trotz der Hitze, Spaß gemacht.

Die Veranstaltung war organisiert von der „Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Freiburg".


von DID32212 29 Mai, 2017
Am 20.Mai fand die feierliche Eröffnung des Lesegartens für Alle im Rahmen der Freiburger Nachhaltigkeitstage statt.  Außerdem gab es eine Tauschbörse für Bücher und Setzlinge.
Es war ein rund um gelungener Tag, mit schönstem Wetter, vielen Gästen und guter Stimmung. Auch Stadträt*innen und Politiker*innen von SPD, Linker Liste und Freiburg Lebenswert kamen vorbei.
Nach dem Sektempfang konnten die Besucher*inen selbst gebackene Köstlichkeiten bei Kaffee und anderen Getränken genießen. Tina sorgte außerdem für eine frische Bowle und las einige ihrer schönen Geschichten vor.
Alle waren sehr beeindruckt, wie toll der Garten und die Hütte mit den Büchern geworden ist. Viele brachten Bücher für das Bücherregal mit und  freuten sich über einen eingetauschten Setzling.
Ab jetzt ist der Garten jeden Tag von 11 bis 18 Uhr für ALLE geöffnet.
Na dann viel Spaß beim Ausleihen, Lesen und Chillen....
von DID32212 29 Mai, 2017
Am Samstag den 20. Mai fand die 2. Schlepper Demo durch Freiburgs Innenstadt mit Fahrradbegleitung und einer Kundgebung statt. Gartenleben ist mitgeradelt!
Die Bürgerinitiative Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio (BI) setzt sich für den Erhalt von Landwirtschaft, Wiesen und Wald im Gewann Dietenbach ein.
Dietenbach ist ein wertvoller Teil der Kulturlandschaft, dient vielen Menschen zur Ernährung und zur Naherholung, den Landwirten als Existenzgrundlage. Für den von der Stadt dort geplanten teuren Neubaustadtteil gibt es viele bessere ökologisch-soziale Alternativen!
Anlässlich der Freiburger Nachhaltigkeitstage protestieren wir gegen den geplanten jedoch keinesfalls nachhaltigen Verlust von 169 ha landwirtschaftlichem Boden, Wald und Wiesen.
Veranstalter: BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio
von DID32212 16 Mai, 2017
Bundesministerin Barbara Hendricks am 8.5.2017 bei der Vorstellung des Weißbuchs "Grün in der Stadt":
 "Ohne grün ist alles grau: Natur in der Stadt verbessert die Luftqualität und das Stadtklima, mildert Hitzewellen ab und mindert Lärm. Grünflächen, Parks, Kleingärten und Gemeinschaftsgärten fördern die Begegnung und den sozialen Zusammenhalt, sie dienen der Gesundheit und der Erholung. Und nicht zuletzt dient Stadtgrün dem Klima- und Umweltschutz, bietet wichtige Lebensräume für Flora und Fauna und stärkt die Artenvielfalt. Grüne Städte sind lebenswerte Städte. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wird der Bund insbesondere die Kommunen aber auch alle anderen, die Stadtgrün planen, entwickeln und pflegen, dabei unterstützen, das städtische Grün zu qualifizieren und zu stärken."

Das sind schöne Worte, die wir voll unterstützen, nur:
Wo hält man sich daran? Sicher nicht in Green City!

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